Donnerstag, 7. Juni 2012

:)Rezension:): Das Tal 1.2

Grundwissen:

Titel♥: Das Tal 1.2 Die Katastrophe
Autor♥: Krystyna Kuhn
Erschienen♥: August 2010 im Arena-Verlag
Seitenanzahl♥: 308 Seiten
Preis♥: 9, 95 € (nur als Softcover erhältlich)

Inhalt:


Es ist geheimnisvoll.
Es ist voller Legenden.
Und es lässt sich nicht herausfordern.
Von niemandem ...
Katie hat nur ein Ziel: Den Gipfel des Ghost zu besteigen, jenes legendäres Dreitausenders, der das Tal überragt. Unheimliche Mythen ranken sich um den Berg, seit dort in den Siebzigerjahren eine Gruppe von Jugendlichen verschwunden ist. 
Doch kaum sind Katie, Julia, David und die anderen unterwegs, geraten die Dinge aus dem Ruder. 
Was führt der mysteriöse Paul Forster im Schilde, der sich in letzter Sekunde der Gruppe angeschlossen hat? Und was hat der verstörende Fund in der alten Berghütte wirklich zu bedeuten? Als dann auch noch das Wetter verrückt spielt, gerät die Gruppe in Lebensgefahr.
Jetzt entscheidet sich, wer Freund und wer Feind ist ...


*Quelle: amazon.de


Meine Meinung ...

zum Cover:

Das Cover ist dem des ersten Bandes natürlich sehr ähnlich, abgesehen davon, dass das Pink sich in ein dunkles Orange verwandelt hat, was für mich auch teilweise einen Grund hat ... wenn man denn eine Haarfarbe als Grund bezeichnen kann ... xD
Ansonsten ist so ziemlich alles gleich: Die Bussarde, das College, die Verschnörkelungen um den Haupttitel herum, alles dasselbe.
Allerdings passt der Untertitel dieses Buches - Die Katastrophe - nicht mal halb so gut wie Das Spiel bei Band 1, und nicht mal dieser Titel hat mir dort besonders gefallen. Hätte da so was wie Der Ghost oder so nicht besser gepasst? Immerhin sind die Charaktere zu drei Viertel des Buches auf diesem Berg ... nun ja.
Hübsches Cover, unpassender Titel.

zum Buch:

Ich weiß, ich weiß: Diese Rezension kommt etwas spät, aber das liegt zum einen daran, weil ich erstens: Besuch von meiner liebenswerten Familie hatte, 
zweitens: weil ich für vier Arbeiten gleichzeitig lernen musste 
und drittens: weil ich eine Zeit lang in einer sehr hohen Grippe gesteckt habe. 
Nicht, weil das Buch schlecht war, denn Die Katastrophe war gar nicht mal so übel. 
Vor allem liegt das daran, dass die Hauptperson dieses mal eine andere  ist. 
Es war für mich eine Erleichterung, Katie als Hauptperson zu haben, und nicht mehr überwiegend Julia, denn Katie ist mir zig mal sympathischer als sie. Zwar ist Katie öfters  unhöflich und zieht eher ihr eigenes Ding durch, als dass sie mit der Clique abhängt, aber nachdem ich herausgefunden habe, warum, habe ich verstanden, warum sie so abweisend ist. Außerdem hat sie einen Drang zu Adrenalin und lebensgefährlichen Situationen, wie beispielsweise dem Klettern, und das hat sie für mich noch sympathischer gemacht, weil sie kein Mädchen ist, das beschützt werden muss, wie Julia zum Beispiel. Sie ist viel stärker, unabhängiger ... einfach zig Mal besser. :) Einen Minuspunkt bekommt sie allerdings doch von mir, weil sie Julia so toll findet und sie als eine so wundersame Freundin ansieht ... Mary Sue lässt grüßen, sag ich da nur. -.-
Die restlichen Charaktere, die ich mochte, also Rose und Robert, sind in diesem Buch allerdings nur am Rande vorgekommen, einzig und allein in den ersten fünfzig Seiten oder so, ansonsten wurden sie überhaupt nicht mehr gesehen. Das finde ich ziemlich schade, weil Katie allein mir das Buch nicht so aufpeppen konnte, dass es um so vieles besser wäre als Das Spiel.
Was die Handlung betrifft, so war diese in Die Katastrophe viel spannender und durchdachter, als sie es in Das Spiel gewesen war. Weil Katie und die anderen sich auf in die Berge machen, um den Ghost zu besteigen, passiert sehr viel mehr, wo die Clique auch wirklich in Lebensgefahr gerät und auch passieren wieder so mysteriöse Dinge, die mich manchmal stutzen ließen. Vor allem das mit dem schmutzigen See und den toten Fischen hat mir Gänsehaut bereitet. Über die verschollenen Studenten findet man auch so einiges heraus, was mich persönlich sehr überrascht hat. Als Thriller kann man diese Reihe allerdings immer noch nicht bezeichnen, aber trotzdem hat das Buch einiges mehr an Mystery, Spannung und auch ein wenig an emotionaler Tiefe zu bieten. 
Nein, ich meine damit weder Katies noch Julias Beziehungskrisen, aber dafür spielen persönliche Ängste, Verluste und auch die Frage um Vertrauen. Vor allem in dem Kapitel, wo ,es sich entscheidet , wer Freund und wer Feind ist', war ich zwar nicht sonderlich überrascht, aber dafür umso wütender auf die beiden Idioten der Geschichte und noch beeindruckter von Katie. Das ist auch das Finale, welches nicht wegen Spannung einnimmt, sondern eher wegen der Geheimnisse, die langsam aufgedeckt werden - oder sollte ich eher sagen, die Geheimnisse, die ein, zwei Fragen zwar beantworten, aber umso mehr offen lassen?
Das führt mich auch zu den Dingen, die mich an diesem Buch gestört haben. 
Wie bereits erwähnt, sind die meisten Charaktere immer noch sehr unsympathisch und nervig, vor allem Paul Forster und Ana Cree, die neuen Charaktere, nerven mich auf dieselbe Weise, wie Chris mich im ersten Band genervt hat: Sie verhalten sich sehr geheimnistuerisch und haben diese Du kommst nicht an mich ran-Fassade. Auch machen sie häufig etwas komplett Unnachvollziehbares. Beispielsweise ist Ana die Person, die Katie versprochen hat, sie auf den Gipfel des Ghost zu bringen, allerdings ist sie eines Tages einfach verschwunden und kommt am Abend mit zwei fehlenden Zehen zurück - und sagt nicht mal, wo sie gewesen ist.
Ja, furchtbar logisch.
Die Charaktere, die ich ebenfalls nervig finde, waren Julia und Chris, und auch Debbie, obwohl sie höchstens auf fünfzehn Seiten auftaucht. Da sieht man, wie viel Mühe sich die Autorin gibt, totale Klischees und fiese Leute zu erfinden. Hurra. NICHT!
Was mir gefallen aber auch an einigen Stellen nicht gefallen hat, war der Humor dieses Buches. Durch unseren höchst energiegeladenen Kameramann Benjamin hat das Buch an Stellen, an denen Entspannung unbedingt nötig war, eine Prise seines zugegeben ganz gutem Humors bekommen, an einigen Stellen allerdings hätte er unpassender nicht sein können und ist mir auf die Nerven gegangen.
Auch hat mich während dem Lesen des Buches die Frage beschäftigt, ob die Autorin denn überhaupt einen Hauch Ahnung von der Entwicklung von Gefühlen und der Handlung für eine Person und die Geschichte hat. Denn in ihrem Buch kommen immer die Personen zusammen oder küssen sich, bei denen man nie erwartet, dass sie sich mögen könnten. Vor allem Pauls Auswahl ist mehr als unbegründet und Gott sei Dank reagiert seine Auserwählte nicht mit Sympathien ihm gegenüber.
Nein, eine Gefühlswelt der Liebenden kann Miss Kuhn auf jeden Fall nicht erschaffen.
Auch frage ich mich, wie Frau Kuhn in ihrer gesamten Geschichte einen roten Faden entwickeln kann, denn ich kann bei all den Geheimnissen, die sie erfindet und auch selten aufdeckt, keinen erkennen. Da bin ich mal gespannt, was die ganzen Sachen miteinander zu tun haben.


Insgesamt finde ich dieses Buch einen Tick besser als den ersten Teil, allerdings immer noch nicht so gut, wie es hätte sein können. Schön, Katie als Hauptperson, eine etwas größere emotionale Tiefe, der wundervolle Schreibstil und auch die spannungsreichere Situation geben diesem Buch Pluspunkte, aber ich wünsche mir für den nächsten Teil, dass Frau Kuhn bitte keine Pärchen mehr bilden und den Humor an den richtigen Stellen einsetzen soll. Ach ja, und bitte Chris und Julia umbringen zu lassen, dankeschön. :)

Ich gebe dem Buch:


♥♥♥ Herzchen ( 3, 3)

Extra:

Vor Kurzem ist der zweite Band der zweiten Staffel dieser Reihe erschienen, der Das Tal 2.2 Das Erbe heißt.
Die anderen Bücher der Talreihe habe ich schon in meinem letzen Post über den ersten Teil erwähnt, allerdings hat Krystyna Kuhn auch andere Thriller geschrieben, nämlich:

Schneewitchenfalle
Aschenputtelfluch
Märchenmord

Und NEIN, ich habe nicht vor, mir diese Bücher zu besorgen - DAS TAL kostet mich schon genug!

CU
Sana

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