Grundwissen:
♥Titel♥: Das Treffen (original: Bloody Games)
♥Autor/in♥: Richard Laymon
♥Erschienen♥: 2008 im Heyne-Hardcore-Verlag
♥Seitenanzahl♥: 542 Seiten
♥Preis♥: 9, 95 € (Taschenbuch)
♥Genre♥: Psycho-Thriller
Inhalt:
,,Es wäre ein Fehler, Richard Laymon nicht zu lesen!'' Stephen King
Sie treffen sich jedes Jahr für eine Woche: fünf junge Frauen, beste Freundinnen seit dem College und immer auf der Suche nach prickelnden Abenteuern.
Dieses Jahr haben sie ein verlassenes Sporthotel mitten im Wald für ihr Treffen ausgewählt, die Totem Pole Lodge.
Eine verdammt schlechte Wahl!
Denn vor Jahren wurde hier ein furchtbares Verbrechen verübt - und als die Mädchen herauszufinden versuchen, was damals wirklich geschehen ist, wird klar, dass das Hotel keineswegs so verlassen ist, wie es scheint ...
*Quelle: amazon.de
Meine Meinung ...
zum Cover:
| Deutsches Cover: ♥♥ |
| Amerikanisches Cover Nr. 1: ♥♥♥ |
| Amerikanisches Cover Nr. 2: ♥♥♥ |
Angenommen, ich wäre darauf aus, in einem Buchladen einzukaufen und hätte dieses Buch nicht von einer Freundin ausgeliehen bekommen, dann hätte mich keines der Cover angesprochen; nach dem Lesen des Buches sogar noch weniger als sowieso schon, denn besonders von anderen Thriller-Covern heben sie sich nicht ab und auch die Farben schrecken mich eher ab, als dass sie mich anziehen: insgesamt also recht uninteressant, jedenfalls meines Erachtens nach. Und auch der Titel regt nicht viel Interesse für diesen Roman an.
Die Amerikanischen Exemplare sind ein wenig besser gelungen, selbst wenn Blood Games (deutsch: Blut-Spiele) nicht besonders gut zu diesem Thriller passt. Allerdings sind die Farben besser gewählt, da sie sehr viel lebhafter erscheinen und die Orte auf den Covern auch in diesem Buch existieren, während Messer wenig mit der Geschichte zu tun haben.
Aber wenigstens passt das Cover so gut, dass man nicht zu viele Erwartungen an die Geschichte hat - was einen wirklich vor Enttäuschung bewahren könnte!
zum Buch:
Ich würde jedem Leser dieser Rezension raten: Wenn euch die Kurzbeschreibung neugierig gemacht hat, oder euch von jemandem gesagt wurde, Richard Laymon sei ein absolutes Genie, dann geht mit wirklich niedrigen Erwartungen an das Buch. So niedrig, als würdet ihr schon direkt erwarten, dass dieses Buch ein absoluter Flop ist, denn mit einer anderen Einstellung werdet ihr sicherlich kein großes Gefallen an diesem Buch finden.
Zum einen ist Richard Laymons Schreibstil vielleicht nicht jedermanns Sache, vor allem, wenn man kein Freund von schwarzem Humor ist, denn schwarzer könnte dieser auch gar nicht sein. In jedem zweiten Absatz taucht nämlich das Wort ,Brüste' auf, oder ,Hintern' oder ,Höschen' oder ,BH', aber am meisten kommt eben das typische weibliche Merkmal vor. Einige Male wäre es auch gut gewesen oder es hätte mir nicht so viel ausgemacht, aber ständig von den Brüsten der Hauptcharaktere zu schreiben ist vielleicht etwas für pubertierende Jungs, die ihre Fantasien vielleicht noch nicht auskosten konnten oder mal einen Softporno lesen wollen, aber für Leser, die eher darauf aus sind, dass in einem Roman auch etwas anderes passiert als dass die weiblichen Hauptcharaktere sich ausziehen (was ja vollkommen normal ist, wenn man in einem unbekannten Geländer herumläuft, von dem bekannt ist, dass dort ein perverser Mörder und Vergewaltiger herumläuft) und sich an die anderen Ausflüge und ihre College-Jahre erinnern, dann werden sich diese Leser höchstwahrscheinlich die größte Zeit des Lesens langweilen.
Wo wir schon bei diesen Rückblicken sind, die diesem dicken Roman mindestens noch zehn Kapitel hinzugesetzt haben: Wozu sind diese überhaupt da? Sie haben nämlich so gut wie gar nichts mit der Handlung zu tun und falls sie zeigen sollen, wie die fünf jungen Frauen beste Freundinnen geworden sind, so kann ich das ehrlich gesagt auch nicht ganz nachvollziehen. Zwar haben die Erinnerungen an bestimmte Ereignisse die Entscheidungen einiger Charaktere beeinflusst, aber hätte das nicht einfach mit einem ganz kurzen Rückblick lösen können, anstatt noch ein ganzes Kapitel zum Buch hinzuzufügen?
Denn wenn dies und die Tatsache über diesen viel zu oft eingesetzten schwarzen Humor nicht gewesen wäre, dann wäre das Buch gut 200 Seiten dünner geworden und dann wäre auch der Mittelteil nicht so gestreckt worden, denn der Anfang des Buches ist zwar relativ zäh, aber dennoch ganz gut und auch teilweise humorvoll, dann passiert um die 250 Seiten lang gar nichts (das wäre der Mittelteil), und dann wird es in den letzten hundert Seiten wieder teilweise spannend - und richtig spannend erst in den letzten 30 Seiten!
Was die Spannung betrifft, so ist diese in diesem Roman nicht wirklich vorhanden, was für einen Psycho-Thriller sehr kontraproduktiv ist, da so ein Buch meines Erachtens die größte Zeit über Spannung aufbauen sollte. Der einzig spannende Moment findet nämlich erst am nahen Ende des Buches statt, und ansonsten ist alles sehr langatmig (wenn nicht schon gar langweilig!). Zwar gibt es in diesem, wie ich bereits erwähnte, sehr langen Mittelteil auch einige Momente, die einen überraschen, aber die wurden dann leider damit zunichte gemacht, dass der Autor in wirklich jede gefährliche Szene etwas Perverses mit hineindrehen musste, was mir dann die Freude an der Spannung genommen hat. Außerdem war auch die Frage, wer denn nun dieser Mörder ist, der im Wald herumläuft, wirklich zu offensichtlich! Und nur mal zum Vergleich: Ich bin vierzehn Jahre alt und habe noch nicht viel Lebenserfahrung - die Frauen im Buch sind schon Mitte bis Ende zwanzig und kommen nicht auf das Offensichtliche. Ist das nicht schon ein Vorzeichen dafür, dass das Buch, mit dem ich auch schon eher niedrige Erwartungen an das Buch gehabt habe, wirklich nicht gut ist?
Und dies ist auch einer der größten Faktoren, die mich an diesem Roman stören: Die Charaktere.
Meine einzige Sympathieträgerin in diesem Roman war Abilene, und das auch nur, weil sie die einzige gewesen ist, die mutig gewesen ist, allerdings nicht so mutig, dass sie ihr Leben riskiert, und sie war auch keinesfalls feige, sondern wirklich vernünftig; sie ist die eine, die nicht vollkommen eindimensional ist. Alle anderen Charaktere in Das Treffen haben nur ab und an mal ihre guten Momente, beispielsweise Coras Härte oder Vivians Nettigkeit, aber jeder von ihnen hat tausende von Eigenschaften, die mich stören und die sich auch gegenseitig widersprechen. Beispielsweise ist Finley - die sowieso schon unsympathisch ist - immer dagegen, irgendwelchen Fremden zu trauen, aber kaum taucht ein hübscher Bursche auf, der auch noch mit einem Messer bewaffnet ist, und sie will ihn küssen? Ist das nicht ein wenig paradox?! Der ganze Haufen lässt sich auch nur in diesen Worten beschreiben: naiv, dumm und paradox, und nur Abilene hat es für mich erträglich gemacht.
Das Ende ist wie ein paar mal bereits erwähnt wirklich spannungsreich und actiongeladen, was dem Buch doch noch einen kleinen Kick gegeben hat, allerdings viel zu abrupt und offen.
Insgesamt finde ich, dass dieses Buch mir alleine schon deswegen, weil es keine wirklich originelle Idee ist, nicht gut gefallen hätte, es allerdings trotzdem besser hätte werden können als diese Geschichte, die sich wie die Story eines 14-jährigen Jungen liest, der seine sexuellen Fantasien in eine halbwegs spannende Geschichte hatte umwandeln wollen: die Charaktere sind wirklich flach und wirken sehr steif, die Spannung ist kaum vorhanden und des Rätsels Lösung wirklich nicht schwer zu lösen. Sehr schade, das die Menschen dies noch als Thriller bezeichnen, denn es ist wirklich nur Pornografie mit Blut und Messern.
Zum einen ist Richard Laymons Schreibstil vielleicht nicht jedermanns Sache, vor allem, wenn man kein Freund von schwarzem Humor ist, denn schwarzer könnte dieser auch gar nicht sein. In jedem zweiten Absatz taucht nämlich das Wort ,Brüste' auf, oder ,Hintern' oder ,Höschen' oder ,BH', aber am meisten kommt eben das typische weibliche Merkmal vor. Einige Male wäre es auch gut gewesen oder es hätte mir nicht so viel ausgemacht, aber ständig von den Brüsten der Hauptcharaktere zu schreiben ist vielleicht etwas für pubertierende Jungs, die ihre Fantasien vielleicht noch nicht auskosten konnten oder mal einen Softporno lesen wollen, aber für Leser, die eher darauf aus sind, dass in einem Roman auch etwas anderes passiert als dass die weiblichen Hauptcharaktere sich ausziehen (was ja vollkommen normal ist, wenn man in einem unbekannten Geländer herumläuft, von dem bekannt ist, dass dort ein perverser Mörder und Vergewaltiger herumläuft) und sich an die anderen Ausflüge und ihre College-Jahre erinnern, dann werden sich diese Leser höchstwahrscheinlich die größte Zeit des Lesens langweilen.
Wo wir schon bei diesen Rückblicken sind, die diesem dicken Roman mindestens noch zehn Kapitel hinzugesetzt haben: Wozu sind diese überhaupt da? Sie haben nämlich so gut wie gar nichts mit der Handlung zu tun und falls sie zeigen sollen, wie die fünf jungen Frauen beste Freundinnen geworden sind, so kann ich das ehrlich gesagt auch nicht ganz nachvollziehen. Zwar haben die Erinnerungen an bestimmte Ereignisse die Entscheidungen einiger Charaktere beeinflusst, aber hätte das nicht einfach mit einem ganz kurzen Rückblick lösen können, anstatt noch ein ganzes Kapitel zum Buch hinzuzufügen?
Denn wenn dies und die Tatsache über diesen viel zu oft eingesetzten schwarzen Humor nicht gewesen wäre, dann wäre das Buch gut 200 Seiten dünner geworden und dann wäre auch der Mittelteil nicht so gestreckt worden, denn der Anfang des Buches ist zwar relativ zäh, aber dennoch ganz gut und auch teilweise humorvoll, dann passiert um die 250 Seiten lang gar nichts (das wäre der Mittelteil), und dann wird es in den letzten hundert Seiten wieder teilweise spannend - und richtig spannend erst in den letzten 30 Seiten!
Was die Spannung betrifft, so ist diese in diesem Roman nicht wirklich vorhanden, was für einen Psycho-Thriller sehr kontraproduktiv ist, da so ein Buch meines Erachtens die größte Zeit über Spannung aufbauen sollte. Der einzig spannende Moment findet nämlich erst am nahen Ende des Buches statt, und ansonsten ist alles sehr langatmig (wenn nicht schon gar langweilig!). Zwar gibt es in diesem, wie ich bereits erwähnte, sehr langen Mittelteil auch einige Momente, die einen überraschen, aber die wurden dann leider damit zunichte gemacht, dass der Autor in wirklich jede gefährliche Szene etwas Perverses mit hineindrehen musste, was mir dann die Freude an der Spannung genommen hat. Außerdem war auch die Frage, wer denn nun dieser Mörder ist, der im Wald herumläuft, wirklich zu offensichtlich! Und nur mal zum Vergleich: Ich bin vierzehn Jahre alt und habe noch nicht viel Lebenserfahrung - die Frauen im Buch sind schon Mitte bis Ende zwanzig und kommen nicht auf das Offensichtliche. Ist das nicht schon ein Vorzeichen dafür, dass das Buch, mit dem ich auch schon eher niedrige Erwartungen an das Buch gehabt habe, wirklich nicht gut ist?
Und dies ist auch einer der größten Faktoren, die mich an diesem Roman stören: Die Charaktere.
Meine einzige Sympathieträgerin in diesem Roman war Abilene, und das auch nur, weil sie die einzige gewesen ist, die mutig gewesen ist, allerdings nicht so mutig, dass sie ihr Leben riskiert, und sie war auch keinesfalls feige, sondern wirklich vernünftig; sie ist die eine, die nicht vollkommen eindimensional ist. Alle anderen Charaktere in Das Treffen haben nur ab und an mal ihre guten Momente, beispielsweise Coras Härte oder Vivians Nettigkeit, aber jeder von ihnen hat tausende von Eigenschaften, die mich stören und die sich auch gegenseitig widersprechen. Beispielsweise ist Finley - die sowieso schon unsympathisch ist - immer dagegen, irgendwelchen Fremden zu trauen, aber kaum taucht ein hübscher Bursche auf, der auch noch mit einem Messer bewaffnet ist, und sie will ihn küssen? Ist das nicht ein wenig paradox?! Der ganze Haufen lässt sich auch nur in diesen Worten beschreiben: naiv, dumm und paradox, und nur Abilene hat es für mich erträglich gemacht.
Das Ende ist wie ein paar mal bereits erwähnt wirklich spannungsreich und actiongeladen, was dem Buch doch noch einen kleinen Kick gegeben hat, allerdings viel zu abrupt und offen.
Insgesamt finde ich, dass dieses Buch mir alleine schon deswegen, weil es keine wirklich originelle Idee ist, nicht gut gefallen hätte, es allerdings trotzdem besser hätte werden können als diese Geschichte, die sich wie die Story eines 14-jährigen Jungen liest, der seine sexuellen Fantasien in eine halbwegs spannende Geschichte hatte umwandeln wollen: die Charaktere sind wirklich flach und wirken sehr steif, die Spannung ist kaum vorhanden und des Rätsels Lösung wirklich nicht schwer zu lösen. Sehr schade, das die Menschen dies noch als Thriller bezeichnen, denn es ist wirklich nur Pornografie mit Blut und Messern.
Ich gebe dem Buch:
♥.♥ Herzchen
Extra:
Andere Bücher von Richard Laymon sind:
Das Grab
Licht aus!
Die Insel
Das Spiel
Nacht
Der Käfig
Der Regen
Das Loch
In den finsteren Wäldern
Der Gast
Die Familie
Keine Ahnung, ob ich mich noch an seine anderen Romane herantraue.
CU
Sana
Sana
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