Grundwissen:
►Titel◄: Supernatural - Zur Hölle mit dem Bösen (original: Supernatural)
►Idee◄: Eric Kripke
►Regisseur/-e◄: Eric Kripke
►Produzent/-en◄: Eric Kripke; Kim Manners; Phil Sgriccia; Steve Boyum; Robert Singer; Charles Beeson; J. Miller Tobin; Adam Kane; Mike Rohl; James L. Conway
►Produktionsfirma◄: Kripke Enterprises; Wonderland Sound And Vision; Warner Bros Television; Warner Home Video
►Erschienen◄: 2009/2010; März 2010 auf DVD
►Dauer◄: 38-43 Minuten (22 Folgen)
►Altersfreigabe◄: FSK 16
►Genre◄: Fantasy; Mystery; Drama; Horror; Monster-of-the-Week
►Preis◄: 8, 99 € (DVD); 14, 97 € (Blu-Ray) [Quelle: amazon.de]
Inhalt:
''It gets worse. Choosing your own course of action ... it's confusing.'' - Anna [04.16]
Vier Monate nachdem er von Lilith in die Hölle gezerrt wurde, wacht Dean wieder auf - in einem Grab, unter der Erde. Und ohne Sam. Wutentbrannt macht er sich auf die Suche nach seinem Bruder, doch als er ihn findet, stellt er fest, dass er genauso über seine Auferstehung verwundert ist wie er selbst. Wer hat ihn also dann gerettet, wenn nicht Sam? Schon bald stellt sich heraus, dass es Castiel war, ein Engel des Herrn, der mit anderen Engeln auf die Erde hinabgestiegen ist, um Liliths Plan zu durchkreuzen. Diese möchte nämlich die 66 Siegel brechen, die dazu nötig sind, die Apokalypse auf Erden losbrechen zu lassen - und dabei soll ausgerechnet Dean eine Hauptrolle spielen. Doch Sam gibt sich damit nur schwer zufrieden, denn während dem Tod seines Bruders hat er dafür gesorgt, dass die dämonischen Kräfte in ihm an Stärke gewinnen ...
Meine Meinung ...
zur Staffel:
Zum Glück haben die Macher nach der eher lauen dritten Staffel wieder aufgeholt, denn nicht nur zeigen sie endlich, dass der rote Faden sich in dieser Serie nicht unbedingt verlieren muss, auch zeigen sie - wie immer -, wie wunderbar sie Charaktere schreiben können. Von daher ist dies die erste Staffel dieser Serie, die wirklich einen gewissen Suchtfaktor erwecken könnte, auch wenn sie Schwächen aus den vorherigen mitträgt und es auch noch ein paar andere Schwächen gibt.
Generell geben sich die Macher hier viel Mühe, mit der Bibel zu spielen und ihre eigenen Interpretationen davon darzulegen. Dabei zeigen sie sich aber nicht ablehnend gegenüber Religionen an sich, sondern zeigen anhand der Handlung und auch Gottes ,,Soldaten'' auf, dass es durchaus berechtigt ist, seine Handlungen infrage zu stellen. Kann Grausamkeit Gerechtigkeit sein, wenn sie angeblich von Gott gewollt ist? Sollte man sich glücklich schätzen, als Mensch Gott dienen zu dürfen, obwohl dies bedeuten, sein Leben aufzugeben? Ist es wirklich Gläubigkeit, wenn man die Anweisungen des Vaters nie hinterfragt, oder ist das einfach nur Gehorsamkeit? Damit setzen sich recht viele Folgen in Ansätzen auseinander und bieten dem Zuschauer eine Menge Stoff zum Nachdenken. Es ist insbesondere überraschend, wie gut Elemente aus der Bibel in einer zur heutigen Zeit spielenden Serie funktionieren und wie kreativ die Macher sie hier eingesetzt haben.
Glücklicherweise ist es aber nicht wie in der vorherigen Staffel so, dass man statt Handlung Religionsphilosophie aufgehalst bekommt. Im Gegenteil, hier findet sich eine recht gute Balance zwischen den beiden Faktoren, die die Folgen sowohl actionreich als auch tiefgründig macht. Allerdings wäre es auch fast unmöglich, eine Staffel langweilig zu gestalten, wenn eine durchgedrehte Dämonin die Welt in die Apokalypse stürzen will. Es ist spannend zu sehen, wie die 66 Siegel gebrochen werden und wie sie immer einen inneren Konflikt für die Charaktere mitbringen. Insbesondere die hohe Gewalt, die dadurch aufkommt, ist sehr brutal dargestellt und berechtigt einige der Altersfreigabe ab 18 bei bestimmten Folgen - was für alle Horrorfans aber natürlich sehr von Vorteil ist! Daher wird die Spannung auch besser aufgebaut als in den vorherigen Staffeln, ebenso wie das Ende das bisher beste Finale zu bieten hat. Denn nicht nur werden einige Fragen beantwortet, sondern auch einige Überraschungen eröffnet, die den Zuschauer vor allem mit dem Cliffhanger doch ziemlich aus den Socken hauen.
Wie bereits erwähnt bleiben ein paar kleine Schwächen allerdings noch erhalten. Denn was sich als Fluch von Supernatural herausstellt, sind die große Anzahl von Folgen pro Staffel. Dadurch stellt sich nämlich immer ein recht langer Mittelteil ein, der zwar auch mit ein paar kreativen Einfällen für ein paar Episoden besticht, jedoch häufig die Handlung auf der Strecke lassen. Natürlich ist in fast jeder von ihnen die Apokalypse spürbar, einige dieser Folgen basieren auch auf dem Ungleichgewicht, das dadurch herrscht, jedoch sind einige andere schlichtweg vergessenswert oder unlogisch. Da die Anzahl der Folgen sich aber im Laufe der Staffeln nicht geändert hat, ist wohl anzunehmen, dass diese Schwäche der Serie wohl immer erhalten bleiben wird. Es ist wesentlich gelungener als in den vergangenen Staffeln, da man hier ein wenig mehr vom Monster-of-the-Week-Schema abweicht und der rote Faden wie gesagt sichtbarer ist als zuvor, allerdings muss man trotzdem keine Folgen haben, an deren Ende der Zuschauer sitzt und sich fragt, welchem Zweck sie gedient hat. Man ist nicht mehr so investiert in die Einzelfälle, was die Macher in den vergangenen Staffeln somit definitiv besser hinbekommen haben.
Und dann wäre da noch Ruby. Ruby, die toughe, raffinierte Dämonin, die in Staffel 2 und 3 zwielichtig um die beiden Winchester-Brüder herumtänzelt und die man einfach nicht einschätzen kann. Durch das Ende in Staffel 3 wurde sie nämlich umbesetzt - und nicht nur sie, sondern auch ihr Zweck. Denn während sie in Staffel 3 durchaus Ansätze von Tiefe zeigt und es einfach Spaß macht zu schwanken, ob sie den Monsterjägern denn nun helfen will oder nicht, ist sie in Staffel 4 einfach nur ein Mittel zum Zweck. Mag auch daran liegen, dass die Macher der Schauspielerin mehr Aufgaben einfach nicht zugetraut haben, da sie kaum mehr als zwei Gesichtsausdrücke besitzt und generell schlecht schauspielert, aber das ist einfach verschwendetes Potential. Sie kommt nicht mal in so vielen Folgen vor, aber wann immer sie den Raum betritt, würde man sie am liebsten sofort wieder rauswerfen, weil sie einem nur auf die Nerven geht. Folglich kauft man ihr auch wirklich nichts ab, und das macht einen manipulativen, auf keiner Seite stehenden Charakter einfach zu einem gesichtslosen Nichts. Daher kann man auch kaum verstehen, warum Dean und Sam wegen ihr in solchen Streit geraten, da sie einfach wirkt wie eine Jungfrau in Nöten - und das ist Ruby niemals gewesen.
Alles in allem haben die Macher von Supernatural mit dieser Staffel deutlich aufgeholt. Was einen am meisten abholt sind wie immer Sam und Dean, die sowohl mit ihrer Charakterentwicklung als auch mit ihrer Beziehung das Bestmögliche aus der Serie rausholen. Auch entscheidet sich die Serie dazu, den Nebencharakteren wie Castiel ein wenig mehr Raum zu geben, denn Tiefe haben diese generell schon, wenn sie denn häufiger als eine Folge auftauchen. Außerdem ist dieses Konstrukt aus Religion und Fantasy einfach toll gestaltet, sehr einfallsreich und bietet nicht nur einiges zum Philosophieren, sondern auch zum Lachen. Dadurch hat man auch eher etwas, worauf man hinfiebert, fühlt sich so, als würde man einer klaren Leitlinie folgen, statt dass der eigentliche Plot wie in den vergangenen Staffeln in den Hintergrund gerückt wird und man sich eher mit den Fällen der Woche beschäftigt. Dieses Schema wird hier eher umgedreht, allerdings sind die Fälle der Woche dafür auch schlechter ausgearbeitet als zuvor, während die hauptsächliche Handlung viel besser ist, vor allem durch die unerwarteten Wendungen, die Darstellungsweise der Engel und durch das Ende. Für die im Mittelteil aber nur durchschnittlichen oder sogar eher schlechten Folgen und die Umbesetzung von Ruby gibt es allerdings doch einige Pünktchen Abzug. Es gibt definitiv noch Luft nach oben!
Ich gebe der Staffel:
♥♥♥.♥ Herzchen
Extra:
Dem Humor Willen gibt es hier wie immer die Bloopers :)
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CU
Sana

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